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Seit jeher hat Rumänien bevölkerungspolitisch gesehen Probleme mit dem Unterricht in der Muttersprache der nationalen Minderheiten, d.h. Ungarn, Deutsche, Serben usw. Einerseits war man bestrebt, den Unterricht in der Muttersprache zu gewährleisten, andererseits jedoch versuchte man, die "mitwohnenden Nationalitäten" einer zunehmenden Rumänisierung bzw. Assimilierung zu unterwerfen. Das Recht in der Muttersprache zu lernen, ist auch in der Verfassung festgeschrieben und stellt im Prinzip nicht mehr als die Anerkennung einer realen Situation, wie sie nach dem 2. Weltkrieg in diesem Lande geschaffen wurde, dar: "Die Staatsbürger der SR Rumänien sind ohne Unterschied der Nationalität, der Rasse, des Geschlechts oder des Glaubens, in allen Bereichen des wirtschaftlichen, politischen, juristischen, sozialen und kulturellen Lebens gleichberechtigt. Der Staat garantiert die Gleichberech-tigung aller Staatsbürger", heißt es in der Verfassung von 1965.


Wohl gab es im sog. "Altrumänien" südlich und östlich des Karpatenbogens, in größeren Städten vereinzelt deutsche Schulen, die vielfach auch von rumänischen Kindern besucht wurden; das Problem der deutschen Minderheitsschule gibt es jedoch erst seit dem Ende des 1. Weltkrieges, als in das durch die Grenzziehung entstandene "Großrumänien" sowohl die Siebenbürger Sachsen als auch die Banater Schwaben ihr, im Rahmen der Kirche organisiertes Schulwesen, mitbrachten und weiterhin ihren Anspruch. auf deutsche Schulen erhoben.
Auf dem Wege der Erhaltung, Umgestaltung und Neugründung entstand sodann in den ersten Nachkriegsjahren in allen deutschen Siedlungsgebieten ein umfassendes Schulwesen, dessen wechselvolles Geschick hier im einzelnen nicht nachgezeichnet werden kann. Es seien jedoch folgende Gesichtspunkte herausgehoben: Die konfessionellen Schulen im Rahmen der katholischen und evangelischen Kirche hatten wohl mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, besaßen aber bezüglich der Unterrichtssprache ein gewisses Ausmaß an Autonomie, das ausreichte, sie als deutsche Schulen zu erhalten. Die deutschsprachigen Staatsschulen jedoch unterlagen auf dem Weg der Lehrplanbestimmungen und der Lehrerernennungen einerseits einer zahlenmäßigen Schrumpfung und andererseits zeitweise einer weitgehenden Rumänisierung.(Vgl. Hügel, 1957, S.49ff)

Nach der Kapitulation Rumäniens im Sommer 1944 sind alle o.a. Schulen vorerst aufgelöst worden. In den folgenden Jahren nahmen dann einzelne konfessionelle Schulen den Unterricht wieder auf. Die Schulreform des Jahres 1948 bereitete aber auch ihnen ein jähes Ende; das gesamte Schulwesen wurde verstaatlicht, aber es entstanden und funktionierten bis 1958 wieder recht viele Schulen mit deutscher Unterrichtssprache, die sehr schnell auch ein beachtliches Niveau erreichten.

Diese zunächst verheißungsvoll - Rumänien war nach 1945 übrigens das einzige Land Südosteuropas, das seiner deutschen Minderheit deutsche Schulen ermöglichte - erscheinenden Aussichten zur eventuell neuerlichen Entwicklung eines deutschen Schulwesens in Rumänien konnten sich aber wieder nicht weiter entfalten, weil nach kaum zehn Jahren abermals ein grundlegender Wandel eintrat: alle selbständigen deutschsprachigen deutschen Schulen mit eigener Leitung wurden aufgelöst und durch bloße Abteilungen oder Parallelklassen an rumänischen Schulen ersetzt.

Erst 1971 entstanden erneut einige selbständige deutschsprachige Lyzeen mit eigener deutscher Leitung: in Bukarest (Lyzeum Nr. 21) Hermannstadt, Kronstadt, Arad und Temeswar (Nikolaus-Lenau-Lyzeum). Mit Beginn des Schuljahres 1985/86 erhielten diese Schulen abermals rumänische Parallelklassen zugeteilt, so dass auch hier von einem neuen Assimilationsversuch gesprochen werden kann.
In den meisten Dörfern wird heute fast nur noch Simultanunterricht in deutscher Sprache durchgeführt, wobei die Bestrebungen dahin gehen, nur noch den Fachunterricht Deutsch in der Muttersprache abzuhalten.

Dennoch ist positiv anzuerkennen und zu bewerten, dass immer noch eine große Zahl deutscher Kinder und Jugendlicher in Rumänien in ihrer Muttersprache - wenn auch mit Einschränkungen - unterrichtet werden. Die volkstumserhaltende Bedeutung dieses Unterrichts liegt allerdings lediglich darin, dass die von ihm erfasste heranwachsende Jugend die deutsche Schriftsprache sprechen, lesen und schreiben lernt. Die Sprachbeherrschung ist die Voraussetzung für die Teilhabe am deutschen Kulturleben, und die ist (noch) gewährt.

Manfred Engelmann
Heimatbrief April 1987


Perjamosch gehörte seit jeher zu den Orten mit einem bekannt guten deutschen Schulwesen. Das Einzugsgebiet an Schülern reichte weit über die Gemeindegrenzen hinaus, doch machte der Krieg auch vor diesem Ort nicht Halt.
Bedingt durch die Wirren des Krieges im Jahre 1944 dachte zunächst kein Mensch daran, seine Kinder in die Schule zu schicken. Im Dezember 1944 hatte sich die Lage der im Ort Verbliebenen normalisiert und im Januar 1945 sollte der Unterricht für die Kinder zunächst wieder aufgenommen werden. Doch es sollte anders kommen: Am 14. Januar wurden die meisten Lehrer und viele Eltern nach Rußland verschleppt, so dass wiederum keiner mehr an Schule dachte. Zum Glück für die Perjamoscher Deutschen, die am Ort verbleiben durften, bemühten sich nun die Nonnen, die nicht nach Rußland verschleppt wurden, den Kindern die nötige Schulbildung zukommen zu lassen. Die Klassen 1 bis 3 wurden jeweils getrennt unterrichtet, während die Volksschulklassen 4 bis 7 vorerst simultan von Schwester 'Anselma' unterrichtet wurden.

Die Schüler, die die Unterklassen des Gymnasiums besuchten, wurden weiterhin im Kloster unterrichtet. Hier gab es allerdings auch Zöglinge, die im angeschlossenen Internat wohnten. Die Jungen, die das Gymnasium besuchten, waren privat untergebracht worden. Da die Schulen noch konfessionell waren, mussten die Eltern Schulgeld bezahlen, um überhaupt Unterricht in deutscher Sprache ermöglichen zu können. Vom Herbst 1945 bis zur Unterrichtsreform 1948 funktionierte der Unterricht auf diese Weise.

In der "Bürgerschule" war das staatliche "Gimnaziul unic" untergebracht, das zum Teil auch von deutschen Kindern besucht wurde. Die Schulreform von 1948 hatte als erstes die Auflösung der konfessionellen Schulen zur Folge. Die traditionelle Perjamoscher "Klosterschule" wurde enteignet und ging in Staatsbesitz über. Zunächst durften die Schwestern noch im Kloster verbleiben; Verwaltungs- und Internatsräume wurden gemeinsam genutzt, während die Wohnräume der Schwestern lediglich durch Schränke, die als "Wand" aufgestellt wurden, von der Schule getrennt waren.

Im Jahre 1949 bereits mussten die Nonnen ihre Schwesterntracht ablegen und das Kloster für immer verlassen. Bei der Auflösung des Klosters waren 28 Schwestern im Ort, von denen fünf nach Deutschland übersiedelten und die anderen ins Privatleben entlassen wurden. Aufgrund der Nationalitätenpolitk der damaligen Volksrepublik Rumänien hatte jede Nationalität das Recht auf Bildung in der ihr eigenen Muttersprache. Demnach wurden die Schulgebäuden vorerst den verschiedenen Nationalitäten nach aufgeteilt: In der "Bürgerschule" und der Schule im 'Neudorf' (Haulik) sowie dem ehemaligen rumänischen Schulgebäude wurden die Klassen für die rumänischen Schüler untergebracht; die deutsche Schule fand im 'Kloster' und in der ehemaligen 'Knabenschule' eine neue Stätte, während die ehemalige Mädchenvolksschule nun der ungarischen Schule vorbehalten war.
Das Internat und die ehemalige "Landwirtschaft" des Klosters wurden der deutschen Schule unterstellt.
Bis zum Herbst 1959 hatte jede der o.a. Schulen ihre eigene Direktion und mit den anderen Schulen am Ort, außerdem für alle verbindlichen staatlichen Lehrplan, überhaupt nichts gemeinsam.

Im August 1959 wurden die eigenständigen Schulen der nationalen Minderheiten durch ein Dekret aufgelöst. Die deutsche wie die ungarische Schule gehörten als 'Abteilung' fortan der rumänischen Schule an. Die bisherigen Schuleiterstellen wurden aufgelöst. Fortan waren den Vertretern der nationalen Minderheiten nur noch stellvertretende Schulleiterstellen "vorbehalten" und somit hatten sie auch nicht mehr allzu viel zu sagen.

Nach der Schulreform von 1948 wurde auch das Schulwesen neu gegliedert: Es bestand zunächst aus der vierjährigen Grundschule oder Unterstufe und der dreijährigen bzw. ab 1961 vierjährigen Oberstufe.
Wer nach der 8. Klasse ein Lyzeum (Gymnasium) besuchen wollte, musste sich zunächst einer Aufnahmeprüfung stellen, da nur eine begrenzte Schülerzahl zum Lyzeum zugelassen wurde. Auch hier erwies sich die Perjamoscher Schule als zuverlässig und gut, denn stets konnte man eine relativ hohe Quote an den deutschen Lyzealabteilungen in den Städten (Arad/ Temeswar) aufweisen. Dadurch dass deutsche Lyzeen lediglich in den Städten vorhanden waren, machten viele Schüler das Abitur (rum. Bakkalaureat) am Perjamoscher Lyzeum, das durch die Unterrichtsreform von 1978 in ein Lyzeum mit "landwirtschaftlichem Profil" umgewandelt wurde.

Anni Engelmann, Lehrerin
Heimatbrief April 1987


Seit 1990 funktionieren zwei Schulen in Perjamosch: Die Allgemeinbildende Schule (Klassen 1 - VIII) und das Lyzeum (Klassen IX -XIl) unter dem Namen "Liceul Teoretic Periam"/"Theoretisches Lyzeum Perjamosch", das also die Klassen I bis XII umfaßt. In demselben Jahr, das erste nach dem ereignisreichen Jahr ' 89, wurde mehr oder minder unüberlegt und vor allem sehr leichtsinnig auch die deutsche Abteilung der Perjamoscher Schule (Klassen V - VIII) aus Mangel an Schülern aufgelöst. Geblieben waren die Klassen I - IV, die von der Lehrerin Rita Erdelean - Weiland schon seit 1983 bis auf den heutigen Tag betreut wurden und werden.

In den turbulenten Jahren nach 1989, gezeichnet von politischen Krisen, häufigem Regierungswechsel und einer schwankenden Minderheitenpolitik, die nicht immer als minderheitenfreundlich bezeichnet werden konnte, kam 1997 der Rektor der Klausenburger Uni Andrei Marga - selbst aus der ungarischen Minderheit hervorgegangen - auf den Stuhl des Unterrichtsministers. Er war bei der Einweihung des Fortbildungszentrums für deutsche Lehrer in Mediasch - April 98 - dabei, wo er zum erstenmal die Absicht bekanntgab, überall dort, wo traditionsreiche deutsche Schulen oder deutsche Abteilungen rumänischer Schulen bestanden, diese wieder aufzubauen, soweit die Bedingungen existierten.

In Perjamosch gab es diese Bedingungen: deutsche Lehrer, die nicht ausgewandert waren, deutsche Schüler (9 in der damaligen 4. Klasse), eine deutschfreundliche Schulleitung (Dr. Mircea Fizitea), die materielle Basis (d.h. ein freier Klassenraum), ein Gesetz, das voraussetzte, dass mit mindestens 5 Schülern eine Klasse gebildet werden kann, was nicht einmal der Generalinspektor wusste oder anerkennen wollte (er machte die Gründung der Klasse von 10 Schülern abhängig), Eltern, die sich sehr motiviert für die Gründung der Klasse einsetzten. Sie wussten, dass andernfalls die Schüler nur 3 Möglichkeiten hatten: entweder Pendelfahrt nach Großsanktnikolaus (womit aber?), die Lenauschule (d.h. Internatsleben mit 11 Jahren beginnend und eine Menge Ausgaben) oder der Transfer zur rumänischen Abteilung der Perjamoscher Schule.

Nach mancherlei Interventionen und vielem Hin und Her wurde im Herbst 1998 wieder eine deutschsprachige Klasse 5 gegründet. Sie besteht aus 8 Schülern: 2 deutsche (Sibylle Gillich und Raimund Kuhn), 3 Kinder aus Mischehen (Christine Erdelean, Sandra Mladin, Alexander Belba) 3 rumänische Kinder (Citea Alexandra, Chelba Adrian, Balc Nicolaie). Die Lehrer, die in dieser Klasse unterrichten, sind: Lungu Otilia Rumänisch- Sigrid Kuhn (Klassenlehrerin) - Deutsch - Klein Ioan - Mathe/Physik, Kuhn Helmut -Geschichte/Erdkunde, Gosa Ana - Technoogie/Zeichnen. Die restlichen Fächer werden von rumänischen Lehrkräften unterrichtet.

Von Anfang an wurde dieser Klasse viel geholfen, was die Ausstattung anbelangt. So gab das Lenau - Lyzeum in Temeswar die Lehrbücher. Auch den Transport der Schulmöbel (Bänke, Stühle, Katheder) - gespendet von "Banat - Hilfe Rheinland Pfalz"- übernahm die Lenau schule, zusammen mit einer Schenkung von über 1000 Bücher in deutscher Sprache. Und, da man Platz für diese Bücher brauchte, beschaffte Manfred Engelmann mit Spendengeldern in Deutschland ansässiger Perjamoscher eine 3 Meter lange Bibliothekwand von einer Möbelfabrik in Turnu Severin. Auch von dem "Friedrich Flick Gymnasium" in Kreuztal kam Unterstützung: z.B. Mathebücher für das 5. und 6. Schuljahr. Von dem Geld, das die Eltern zusammenlegten, wurden Vorhänge und Übergardinen, Tischtuch usw. gekauft. So wurde die 5. Klasse der deutschen Abteilung zur Vorzeigeklasse der Schule. Deshalb sei an dieser Stelle allen noch ein mal ein herzliches Dankeschön gesagt.

Die Zukunft der deutschen Abteilung steht aber in der Schwebe. Im Schuljahr 1999/2000 sieht die Lage der deutschen Klassen wie folgt aus: 1. Klasse - 6 Schüler, 2. Klasse - 1 Schüler, 3. Klasse - 8 Schüler, 4. Klasse - keiner, 5. Klasse - 2/3 Schüler - funktioniert vielleicht simultan mit der 6. Klasse - 8 Schüler. Vor allem für die Klassen I - IV und für die künftige 5. Klasse wäre es notwendig, Reparaturen auszuführen, wofür aber das nötige Geld fehlt. Vielleicht ließe sich durch Spenden freundlich gesinnter, ehemaliger Schüler der Schule einiges machen.

Sigrid Kuhn, Deutsch-Lehrerin
Heimatbrief Dezember 1999


Name                                                 Zeit                            Anmerkungen
01. Dalia, Josif

1948 - 1951

War Direktor der deutschen
Schule
02. Höckl, Georg
1948 - 1954

03. Sucigan/Neidenbach Maria

1948 – 1953
1955 - 1976


04. Neidenbach, Maria
1948 - 1050

05. Weinschrott, Peter
1948 – 1950
?
06. Höckl, Franz
1948 – 1953

07. Löb, Peter
1948 - 1954

08. Lichtfuß, Thomas
1948 - 1950

09. Kühn, Johann
1948 - 1954

10. Pantea, Edith
1948 - 1951

11. Kuhn, Nikolaus
1948 - 1955

12. Recktenwald, Mathias
1949 - 1951

13. Schönherr, Josef

1949 - 1953

War von 1963 bis 1970
stellvertretender Direktor
14. Engelmann Franz


1950 - 1973


War von 1953 bis 1959 Direktor der dt. Schule, von 1959 bis 1961 stellvertretender Direktor
15. Engelmann, Anna
1950 - 1973

16. Schäffer (Martin), Agnes

1950 – 1951
1956 - 1957


17. Schreier, Nikolaus
1951 - 1953
?
18. Schreier, Helene
1951 - 1953
?
19. Bayer (Wagner), Wiltrud
1951 - 1953
?
20. Graef, Minna
1951 - 1953
?
21. Gitzing, Lenhardt
1951 - 1953

22. Lichtfuß, Nikolaus
1952 - 1953

23. Ferch (Kreiling), Karolina
1952 – 1954
?
24. Weber, Mathias
1953 – 1954

25. Vollmann, Luise
1953 – 1954

26. Gaug, Anton
1953 – 1956

27. Gottschling, Reinhardt
1953 – 1955
?
28. Sadorf, Johann
1953 – 1956
?
29. Heiberger, Johann

1954 – 1956
1964 - 1980
War von 1970 bis 1979
stellvertretender Direktor
30. Bednar (Ferch), Eva
1963 - 1965
?
31. Mayer (Müller), Katharina
1954 - 1957

32. Hügel (Thierier), Anna
1954 - 1956

33. Caprita (Molitor), Elisab
1954 - 1955

34. Frank (Mirci), Katharina
1954 - 1957
?
35. Heinz, Irmtraut
1954 - 1984

36. Metz (Höniges), Anna
1955 - 1959

37. Willwerth, Elisabeth
1955 - 1979

38. Schuch, Elfriede
1957 - 1970


Über die Situation der deutschen Schule in Perjamosch im Jahre 2005 berichtet der nun folgende Artikel.



Deutsche Schule in Perjamosch - wie lange noch ?

Von Sigrid Kuhn, Deutschlehrerin

Die deutsche Abteilung der Schule von Perjamosch wird von Jahr zu Jahr kleiner. Gegenwärtig besteht sie aus 8 Kindern in den Klassen II, III und IV, die im Simultanunterricht von Lehrerin Rita Erdelean unterrichtet werden. An der Mittelstufe gibt es noch eine VII. Klasse, die aus 6 Kindern besteht.

Sechzehn Jahre nach der Wende ist im Dorf ein sinkendes Interesse für die deutsche Sprache zu verzeichnen. Dies widerspiegelt sich in der Tatsache, dass es dieses Jahr keine erste Klasse mehr gibt. Von den zwei Klassen der Mittelstufe hat im Sommer eine VIII. Klasse absolviert, deren Schüler nach dem Eignungstest alle ans örtliche rumänische Lyzeum gegangen sind oder an andere rumänische Fachschulen in Großsanktnikolaus oder Temeswar. Obwohl die Möglichkeit bestand, im vergangenen Jahr eine V. Klasse zu bilden, haben die Eltern es vorgezogen, aus verschiedenen Gründen ihre Kinder in die rumänische Abteilung einzuschreiben. Dies war umso enttäuschender, als es darunter auch Eltern gab, die z.T. Deutsche sind oder noch starke Bindungen zum Deutschtum haben.

Lehrkräfte, die an der VII. Klasse unterrichten, sind: Anna Gosa (Biologie, Chemie, Technologie), Helmuth Kuhn (Geschichte, Geschichte der deutschen Minderheit, Geografie, Staatsbürgerkunde) und Sigrid Kuhn (Deutsch). Klassenlehrerin ist Carmen Latcu (Mathematik), die ihr Fach in Rumänisch vorträgt.

Gut besetzt sind die Plätze im deutschen Kindergarten (Erzieherin Isabela Narita), wo 25 Kinder eingeschrieben sind. Trotzdem geben die Eltern, geht es um die erste Klasse, ihre Kinder nur sehr schwer in die deutsche Klasse. Angeblich gibt es aufs Jahr wieder Kandidaten für die erste Klasse. Ob dann die deutsche Abteilung wohl noch besteht?

Lobenswert wäre trotzdem zu erwähnen, dass die wenigen Kinder eine reichhaltige Kulturtätigkeit entfalten. So gab es eine interessante interkulturelle Weihnachtsfeier der Klassen VI-VIII. Die Kinder zeigten Weihnachtsbräuche der Ethnien des Banats und der Völker Europas. Dazu sangen sie Weihnachtslieder und trugen Gedichte vor. Die Feier endete mit einem Festessen, von den Kindern vorbereitet, und einer anschließenden Beschenkung, ermöglicht durch die Spenden der HOG Perjamosch, vermittelt durch deren Vorsitzenden Toni Enderle, wofür an dieser Stelle herzlich gedankt sei.

Auch dieses Jahr steht eine Weihnachtsfeier mit Beschenkung ins Haus, ebenfalls ermöglicht durch Spenden der HOG. Auch dafür bedanke ich mich im Namen der Kinder.



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